The Beats: A Graphic History

30 06 2009

moe_beatsWenn das mal nicht der nächste Pflichtkauf ist. Als begeisterter Tom Waits Fan, hat mich dessen Verehrung der Beatniks, allen voran Jack Kerouac, sehr früh in deren geistiges Werken eingeführt. Diese graphische Novelle hier folgt, wie man sich denken kann, maßgeblich den drei Galeonsfiguren der Beat Generation: Allen Ginsberg, William S. Burroughs und Jack Kerouac. Und wer jetzt keinen blassen Dunst davon hat wovon ich überhaupt rede, für den hab ich noch einen alten zusammenfassenden Artikel zu Kerouac, On The Road und der Beat Generation, der damit auch endlich mal einen Zweck erfüllt.

[via Nerdcore]

Jack Kerouac

kerouacKerouac war ein US-Amerikanischer Schriftsteller frankokanadischer Abstammung, der seine Hochphase Ende der 50er mit dem Buch “On The Road” (Unterwegs) hatte. Aus dem Nobody wurde über Nacht der “König der Beat Generation”. Insgesamt veröffentlichte er in seinem recht kurzen Leben 17 Bücher, von denen allerdings keines an den Erfolg von On the Road heran kam.

Kerouacs Schreibstil war von einer unverfälschten und spontanen Wortwahl geprägt, die ihm zwar einerseits zu großem Erfolg verhalf, andererseits von der Presse aber als abgewrackt missinterpretiert wurde und in den Jahren nach ‘57 als eine Art Jugendkultur geradezu inflationär kommerzialisiert wurde. Bis in die späten 60er baute Kerouac immer mehr ab, bis er schlussendlich ‘69 von Alkohol und Drogen gebeutelt verstarb.

ontheroadBeat Generation

Die Anhänger dieser Generation wurden Beatniks genannt, ihre Hauptvertreter waren neben Kerouac noch William S. Borroughs (Naked Lunch), Allen Ginsberg (Howl) und Gregory Corso (Bomb). Den Begriff führte Kerouac selbst ein, in Anlehnung an John Clellon Holmes Manifest “This is the beat generation”. Im Prinzip lässt sich eben diese Generation, deren Leitbild sich aus der Ablehnung des amerikanischen Mainstreams, dem Experimentieren mit Drogen, alternativem Sex und östlicher Spiritualität zusammensetze, als Prototyp der modernen Subkulturen bezeichnen. Oft wurde diese Gruppe von Schriftstellern auch als hedonistische Bohème umschrieben.

On The Road

Kerouac schrieb das Manifest zum Buch eigentlich schon 1951, innerhalb von 3 Wochen auf eine zusammen geklebte Papierrolle. Er konnte allerdings keinen Verleger dafür finden, daher wurde es erst 1957 veröffentlicht. On the Road, so wie die meisten Werke von Kerouac, war ein semi-autobiografisch geprägtes Werk. Die Story zehrte von den Geschichten, die er maßgeblich auf dem Beifahrersitz des Autos seines guten Freundes Neal Cassady, der im Buch von Dean Moriarty charakterisiert wird, erlebte. So übersetzte Kerouac fast alle wichtigen Charaktere der Beat Generation bzw. generell aus dieser Zeit in literarische Figuren seines Romans.

Kerouac_MapDie Story dreht sich um den jungen Italo-Amerikaner Sal Paradise (Jack Kerouac), der per Anhalter eine Reise nach Denver zurücklegt um seinen alten Kumpel Neal Cassady zu besuchen. In einer zentralen Aussage zum Plot des Romans heisst es: “with the coming of Dean Moriarty began the part of my life you could call my life on the road.” Unterwegs durch die Staaten und Mexiko entstehen zahlreiche Geschichten um Frauen, Drogen und Bebop (der damalige Underdog im Jazz-Genre). Was zuerst trivial klingt, findet in den konservativ geprägten 50er Jahren seine große Bedeutung im nonkonformistischen Lebensgefühl der jugendlichen Außenseiter.

Bedeutung

“On the Road” ist der Prototyp des Road Movies, oder wenn man so will, des Road Romans. Kerouac malte damit die ersten Blaupausen für Werke wie Hunter S. Thompsons “Fear and Loathing” oder Filme wie “Easy Rider” auf. Die Ergüsse der Beat Generation stellen bis in die heutige Zeit eine große Inspiration für Künstler aller Art dar. Zu den bekanntesten gehören u.a. Bob Dylan und Tom Waits. Ein Stück weit war “On the Road” der Startschuss zur Entwertung des Mainstreams und das weniger mit großen Worten, als viel mehr mit der emotionalen Vermittlung eines alternativen Lebensgefühls.

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Thee Brandy Hips – We Are Love

29 06 2009

Indie-Tanzrock-Gedöns, geht sehr schön auf die Beine, vor allem in den oberen Volumen Kategorien.





And Whatnot #20

27 06 2009

Mix:   DJ T.eRRa – Phonopaix | Das Kraftfuttermischwerk

Mix:   DJ D-Rush – The „The Corner“ Mix Pt.I | blog.rebellen

Evil GEMA | Generation Tapedeck

London’s Calling Tapes | Spreeblick

Billy Corgan Hits Back At The Haters | Pitchfork

Zensursula und die Zeit: Wahrheit oder Pflicht? | Netzpolitik

Zensursula-Einträge aus dem präsidialen Gästebuch von Horst Köhler gelöscht | Basic Thinking Blog

Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung: lückenlose räumliche Überwachung | Metronaut

[via KFMW]




Michael Jackson MashUp Album und Drunken Bombast One-Take Billie Jean Cover

27 06 2009

Michael+JacksonVorerst zum Abschluss dieser Michael Jackson Serie noch zwei Must-Haves.

Zum einen hat Mashuptown Gestern noch ein Michael Jackson Remix & MashUp Doppel-Album zum kostenlosen Download online gestellt.

Zum anderen haben meine liebsten Indie-Folk-Underdogs „The Prayers & Tears Of Arthur Digby Sellers“ vor einigen Jahren mal eine großartig dramatische One-Take Aufnahme von Billie Jean ins Netz gehauen, sollte man mal gehört haben.

http://www.prayersandtears.com/mp3/prayers_and_tears_-_billie_jean_drunken_bombast_one_take.mp3%20

Download:

Michael Jackson Megapack @ Mashuptown

The Prayers & Tears Of Arthur Digby Sellers – Billie Jean





Michael Jackson Flashmob & Material Galore

26 06 2009

Ja, richtig, Heute gibt’s nur Jacko. Hier ganz frisch ein Flashmob der Heute in San Francisco stattfand. Schönes Kommentar dazu auf Twitter: In D-Land wär nach 10 Minuten die GEMA da!

Ferner hat Pitchfork einen riesigen Haufen an Musik- und Video-Material zum King Of Pop:

Michael Jackson: Music & Video @ Pitchfork





Michael Jackson Medley Megamix

26 06 2009




Links: Michael Jackson

26 06 2009

Das hier sind einige Links zu Reaktionen, die im Netz seit letzter Nacht verschriftlicht wurden:

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Artists React To Michael Jacksons Death | Pitchfork
„Mogwai’s Stuart Braithwaite: You bought the Elephant Man’s bones and sent a statue of yourself round the world. RIP you amazingly talented loonball.“

Michael Jackson ist tot | Tonspion
Michael Jackson wurde 50 Jahre alt und hinterlässt der Welt ein Werk, das seinesgleichen sucht. […] In den 80ern begann seine erfolgreiche Solokarriere, die in kongenialer Zusammenarbeit mit dem Produzenten Quincy Jones drei der größten Pop-Alben (Off The Wall, Thriller und Bad) aller Zeiten hervorbrachte.“

Die größten Songs von Michael Jackson | Tonspion

Michael Jackson ist tot | Nicorola
„[…]ein großartiger Künstler, der uns mit dem laut Guiness Buch 104 Millionen Mal verkauften “Thriller” wohl das popkulturell bedeutsamste Album aller Zeiten schenkte.“

Miss U | BigStereo
„There’s only one King“

http://this.bigstereo.net/wp-content/uploads/2009/06/Gateaux%20Blaster%20(Jesus%20Juice%20Edit).mp3%20

Michael Jackson R.I.P. | Spreeblick
Michael Jackson war der erste Popstar, den ich als solchen wahrgenommen hatte. Er war der King of Pop. Und als solcher behalte ich ihn in Erinnerung. Beat it.

Michael Jacksons Tod erschüttert das Internet | Heise
Laut Ethan Zuckerman vom Berkman Center for Internet and Society an der Harvard University beschäftigten sich zu Spitzenzeiten 15 Prozent aller Twitter-Beiträge mit dem Thema Michael Jackson. Das klingt zunächst nach wenig, jedoch stellt Zuckerman auch fest, dass Tweets über die Proteste im Iran und die Auslassungen zur Schweinegrippe nach seinen Messungen niemals die 5-Prozent-Marke überschritten.

Michael Jackson ist tot – und plötzlich so gefragt wie nie | Basic Thinking Blog
„In den US-Album-Verkaufscharts belegen seine Alben die Plätze 1 bis 15. Ohne Ausnahme. Ähnliches spielt sich auch auf der deutsche Amazon-Seite ab. Die ersten neuen Plätze der Verkaufscharts gehören bereits dem King of Pop.

Update:

Michael Jackson – Ein Nachruf | Nerdcore
„Hier geht es nicht darum, dass ich Jackson gut fand oder nicht. Ich mag drei oder vier seiner Songs sehr gerne, den Rest kann man vernachlässigen und ich bin mit Sicherheit kein Fan. Aber die Symbolkraft dieser Ikone und ihrer Verwandlung sagt so viel aus über Pop und Popkultur, über alles, was an Pop schlecht sein kann und ist, gleichzeitig die Über-Songs „Beat it“ und „Thriller“, die alles versammeln, was an Pop gut und grell und fantastisch ist – gebündelt in einem Peter Pan mit Glitzerhandschuh, der den Moonwalk tanzt.

Das alles ist gestern gestorben und ich finde es immer noch schwer, das in Worte zu fassen, deshalb lieber so: Fuck, Michael Jackson is dead!“