Und überhaupt… die subtile MoE Meinungsmache

11 09 2009

Ein bisschen was ist ja in den letzten Monaten verloren gegangen und das soll trotzdem mal hier, wenn auch nur kurz, angesprochen und damit abgehakt werden.

Beef bei Oasis – Am 28.August hat sich Noel Gallagher sein Bündel unter dem Konterfei „Was besseres als das Elend hier find‘ ich überall“ geschnürt und sich abgemacht. Begründung ist natürlich das dezent angespannte Verhältnis zu seinem Bruder Liam. Ärger war ja in den letzten Jahren ständiger Begleiter im Hause Gallagher, diesmal schwebt allerdings ein kleiner Hauch Endgültigkeit mit. Mehr als ein Schulterzucken war mir dann dennoch nicht abzuringen, haben die Briten doch auch ihre besten Zeiten hinter sich und gelten im Allgemeinen im Verhältnis zu ihren großen Tönen abseits von Bühnen und Studios als maßlos überschätzt. Naja, ein paar nette Sachen haben sie ja schon gemacht, die Gallaghers, aber eben nicht die Wucht in Tüten.

40 Jahre Woodstock – DAS Festival der Hippiegeneration hat im August seinen 40. gefeiert. Den Hype um Woodstock hab ich leider nie verstanden, reicht doch die musikalische Qualität des Dargebotenen nicht annähernd an die Reputation der Geschichte ran. Ein Arsch voll sedierter Leute, überschwemmte Toiletten und ein Haufen Müll als Überbleibsel. Aber fairerweise muss erwähnt werden, dass Woodstock als Massenevent als Symbol für eine sehr einmalige Zeit steht, die natürlich, wie das immer der Fall ist, gnadenlos glorifiziert wird. Heute erinnert uns Woodstock vor allem daran, in was für einer erbärmlich langweiligen Zeit wir leben, unter Leuten die mit Anfang 20 konservativer als die eigenen Großeltern sind. Sex, Drugs & Rock’n’Roll, ja, das wär‘ mal wieder was. Aber dafür haben wir ja Aloe Vera Joghurt für die Darmflora, ist doch auch was. Dagegen hilft dann nur noch einer, der auch 69 schon derber war als ganz Woodstock zusammen. Tom Waits Baby.

Beatles Re-Re-Releases – EMI braucht Geld und weil Weihnachten, naja sagen wir mal, vor dem Gartentor steht hat man sich entschieden den ganzen Nippes abermals zu überarbeiten. Da mir einfach die Kraft fehlt die musikhistorische Bedeutung der Beatles nach geschätzten drilliarden Grundsatzdiskussion weiterhin abzuwerten, will ich es mal dabei belassen, dass man ohne Sgt.Pepper im Schrank schlichtweg nicht leben kann. Wenn es aber unbedingt sein muss, dann doch bitte auf Vinyl, you know, support your local vinyl dealer. Ich für meinen Teil spar mir das im voraus und hab mir dann doch Dark Night Of The Soul von Danger Mouse & Sparklehorse bestellt.

Kurt Cobain @ Guitar Hero – Geht garnicht.

Sonst…

Stooges Reunion könnte fett werden, im Gegensatz zum neuen Anlauf von Townshend nach Tommy und Quadrophenia ein neues Rock Musical auf die Beine zu stellen, was mich eher ängstigt, im Hinblick auf die letzte Wiederbelebungsmaßnahme. Robert Plant hat im übrigen auch noch eine fette Ohrfeige für seinen vielfach ausgezeichneten Hochglanzmüll, den er mit Alison Krauss zusammen verbrochen hat verdient. Aber das ist ja alter Käse.

Ferner kam mir wenig Spektakuläres in den letzten Monaten an die Ohren, aber nächste Woche kommt ja noch die neue Pearl Jam, vielleicht können die das Ruder noch rumreissen.

Feierabend.


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