Mindfuck als kognitiver Balsam für das implizite Lernen

16 09 2009

kafkalynchNach einer Studie (Connections From Kafka: Exposure to Meaning Threats Improves Implicit Learning of an Artificial Grammar) von Travis Proulx (University of California, Santa Barbara) und Steven J. Heine ( University of British Columbia) verbessern die surrealistischen Handlungsstränge von David Lynchs und Franz Kafkas Werken kognitive Mechanismen, die mit dem impliziten Lernen zusammen hängen.
Nach Proulx führt der Umstand, dass man etwas ausgesetzt ist, dass im Wesentlichen keinen Sinn ergibt, dazu führt, dass das Gehirn anfängt nach Strukturen in der Umwelt zu suchen, die u.U. vom ursprünglich (fragwürdigen) Sinngehalt weiter entfernt sind. Proulx betont allerdings, dass dieser Umstand bisher lediglich beim impliziten Lernen als empirisch belegt gilt und dass er davon ausgeht, dass die Erwartung mit derartigem Material konfrontiert zu werden, den Effekt zumindest teilweise unterminiert.

Als Materialien wurden im Versuchsaufbau Kafkas „Ein Landarzt“ und Lynchs „Blue Velvet“ verwendet.

Der Artikel erschien in der September Ausgabe der Psychological Science (Volume 20, Issue 9, Pages 1125 – 1131). Erhältlich bei Wiley InterScience. Studenten können bei der EZB nachschauen, ob ihre Universität die Zeitung führt.

[via Nerdcore]

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