28 09 2009

harveydanger

Harvey Danger waren eine Indie Rock Band aus Seattle, die insgesamt knapp 17 Jahre Bestand hatte und sich dieses Jahr im August auflöste. In den USA erlangte die Band eine gewisse Bekanntheit durch den 1998 veröffentlichten Track „Flagpole Sitta“. Dieser wurde vor zwei Jahren durch ein Lip Dub One-Take Video einer Bürogemeinschaft wieder aufgewärmt:

Vodpod videos no longer available.

2005 erschien das Album „Little By Little“. Die Band entschloss sich das Album kostenlos auf der eigenen Website anzubieten, dazu wurde auch eine Begründung abgegeben:

We embark on this experiment with both enthusiasm and curiosity—and, ok, maybe a twinge of anxiety. Why are we doing this? The short answer is simply that we want a lot of people to hear the record.

However, it’s important that people understand the free download concept isn’t a frivolous act. It’s a key part of our promotional campaign, along with radio and press promotion, live shows, and videos. It’s a bet that the resources of the Internet can make possible a new way for musicians to find their audience – and forge a meaningful artistic career built on support from cooperative, not adversarial, relationships.

We realize that digital files are the primary means by which a huge segment of the population is exposed to new music; we also believe that plenty of music lovers in the world will buy a record once they’ve heard it – whether via radio or computer.

Der Plan ging auf. Das Album wurde gut 100.000 mal runtergeladen, wärend die Erstpressungen fast komplett ausverkauft wurden. 3 Jahre vor Radiohead und Nine Inch Nails hatten also Harvey Danger schon unter Beweis gestellt, dass sich Sharing und Marketing nicht ausschließen müssen, dass das was nichts kostet, nicht zwingend nichts wert sein muss.

Denn musikalisch überzeugt haben mich Harvey Danger allemal. Schon nach wenigen Sekunden auf dem ersten Titel „Wine, Women & Song“ macht das eingängige Ben Folds Piano klar: das wird in’s Ohr gehen. Und das geht es, zusammen mit den schön formulierten Texten, wie die zauberhafte Entschuldigung: „But if you wonder why I never wrote you a song, it’s because happiness writes white“, oder diese Festellung aus „Cream and Bastards Rise“: „You don’t have to be a genius, but it helps to“.

„Little by Little“ ist durchwachsen, bietet gute Laune und Melancholie, persönliche und politische Texte, verliert dabei aber nie den roten Faden aus den Augen und lässt sich daher hervorragend in einem Rutsch durchhören.

Download:

Harvey Danger – Little by Little


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