Das Netzpolitik-Mantra

8 10 2009

Hallojulia. Marcel Weiss hat bei Netzwertig einen Artikel über den Unsatz des Jahres geschrieben:

“Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.” – Dieser von deutschen Politikern wie Verlegern oft wiederholte Satz ist nicht nur unsinnig. Er sagt auch viel über diejenigen aus, die ihn mantraartig wiederholen.
[…]
Deshalb wird das Neue als ‘rechtsfrei’ bezeichnet. Die Freiheiten werden dämonisiert. Es wird Anarchie suggeriert, wo auf die ehemaligen Monopolisten wie Verleger und Rechteverwerter lediglich trifft, was anderenorts usus ist: Der freie Markt. Wettbewerb. Konkurrenz.

Auch jetzt, als Labelmanager, Verleger und Politiker langsam begreifen, dass sie sich doch mit dem Internet näher befassen und vielleicht zähmen müssen, was sie, und nur sie, bedroht, haben die meisten von ihnen die Tiefe der Veränderungen noch nicht erfasst.

Unbedingte Leseempfehlung.

Link:

Netzwertig: „Das Internet darf kein Rechtsfreier Raum sein.“





27 09 2009

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MAJORS AUF DER ABMAHNWELLE

24 09 2009

curseSony, Warner & Universal mahnen zur Zeit verschiedene Blogger ab, wegen kostenloser Mixtapes mit entsprechenden Künstlern drauf. Im vorliegenden Fall geht es wohl um einen Song von Curse auf dem Splash Mixtape. MTV hat das Mixtape sogar verlinkt und auf der Künstlerplattform von Curse war es ebenfalls vorzufinden.

Die unkreativen Methoden der Majors sind ja nichts Neues, aber irgendwann ist aber auch gut. Bei blog.rebellen steht sehr richtig:

Das muss man erst einmal sacken lassen. Haben die Herren von Sony gar nichts verstanden? Da machen wir Blogger unentwegt Werbung für Künstler und Labels und das ist der Dank dafür?

Für mich war das grad das letzte mal, dass ich Werbung für einen Künstler bei einem dieser Labels gemacht habe und ich hoffe vielen geht es da ähnlich. Ich werde mich nicht der Gefahr aussetzen verklagt zu werden, nur um Werbung für Sony, Universal oder Warner zu machen. Das tut mir Leid für die Künstler, aber auch die sollten besser aufpassen  mit wem sie sich einlassen. Ist ja auch keine Neuigkeit, dass es dort um nichts anderes geht als die elende Kohle, egal mit welchen Mitteln.

Bericht bei Rapresent

Bericht bei blog.rebellen





Was kommt nach dem Copyright?

31 07 2009

yann
Und eine weitere nette Dokumentation über Copyright. Behandelt wird u.a. die Linzer Ars Electronica und deren Kernthematik. Dabei wird maßgeblich auf die Herkunft und Zukunft des Urheberrechts eingegangen, wobei natürlich auch Leute der Gegenseite, wie der backenbärtig beschränkte Herr Müller zu Wort kommen um ihre Inkompetenz unter Beweis zu stellen. Wie gehabt also. Ausserdem geht man auf sonst weniger beachtete Themen, wie genetische Ressourcen ein. Ferner gibt es als kleinen Cliffhanger einen Ausschnitt aus Yann Marussichs Kunstaktion bei der ihm seine Körperflüssigkeiten blau eingefärbt wurden, um sie dann wärend der Aktion nach und nach wieder loszuwerden. Sonst: Musik, Journalismus, Literatur, Plagiate, usw.

Anschauen. Reinhauen.

Vodpod videos no longer available.

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[via Nerdcore]





Mike Masnick über Trent Reznor und NIN

29 07 2009

Das hier ist ein sehr hörenswerter Vortrag über Trent Reznors Vermarktungsmodelle. Mike Masnick ist CEO und Gründer von Techdirt, von denen ich vor einigen Monaten schon einen Artikel über alternative Erlösmodelle in der Musikindustrie geposted hatte. Wer wissen möchte, wie man Fans dazu bringt Platten zu kaufen ohne sich wie ein komplettes Arschloch aufzuführen, der sollte sich das vielleicht mal anschauen. Das wär‘ doch was für sie, Herr Gorny.

Return to Business!





Stephen Fry spricht über Copyright

26 07 2009

ttl_bannerMultitalent Stephen Fry gab beim iTunes Festival eine gute Stunde Geschichte des Copyrights zum Besten und veröffentlichte eben diese Ansprache in seinem Podcast. Dieser wird freilich kostenlos auf seiner Seite zum Aufgabeln angeboten, was hiermit wiederum auf Grund derber Unterhaltsamkeit dringenst angeraten wird.

Ausserdem hat BBC einen entsprechenden Artikel zum Auftritt parat.

Download:

Stephen Fry @ iTunes Live Festival

Links:

Stephen Fry Podcast

BBC: Stephen Fry on copyright

[via Nerdcore]




Understanding Dieter

6 07 2009

Stefan Niggemeier hat auf ganz exzellente und unterhaltsame Weise das Interview von Dieter Gorny in DerWesten auseinander genommen. Unbedingt anschauen, ihr lest eh zu wenig, so.

Dieter Gorny, der Gründer von Viva, hat inzwischen den zweittraurigsten Job Deutschlands: Er ist Cheflobbyist der Musikindustrie. (Der traurigste war der Grüßonkelposten, auf den man ihn bei MTV nach dem Kauf von Viva gesetzt hatte.) In dieser Funktion ist er eine Mischung aus Hass- und Witzfigur für internetaffine Menschen — was einerseits fast zwangsläufig aus seiner Job-Beschreibung folgt und ihm andererseits sicher egal ist, solange die Politik ihn ernst nimmt, wovon man, fürchte ich, ausgehen muss.

Link:

Stefan Niggemeier – Understanding Dieter