Vivaldi, auf einem Akkordeon, doch das geht

6 10 2009

Hier spielt ein Typ das Sommer Presto aus Vivaldis Quattro Stagioni (nicht die Pizza), auf einem Akkordeon, true story:

[via BuzzFeed]

Das Stück hat dann wohl nur noch Jacques Loussier besser gerockt. Bei Youtube kann ich es gerade nicht finden, dafür gibt’s noch ein Video von dem was Loussier noch am besten kann, Bach nämlich.

Wo wir gerade so schön beim musikalischen Crossover sind hau ich diese herausragende Interpretation von Smells Like Teen Spirit von Leszek Mozdzer, Lars Danielsson und Zohar Fresco noch hinterher:

Ach was solls, einer geht noch. Richard Cheese verswingt Radiohead:





Therapy?

6 10 2009

Ich hab völlig verpennt, dass Therapy? dieses Jahr ein neues Album rausgebracht haben. Anhören konnte ich es mir noch nicht, aber das Video zur aktuellen Single hab ich direkt mal rausgesucht. Ich fand’s überraschend seriös, aber vor allem auf eine subtilere Art und Weise catchy:

Therapy? ist für mich im übrigen eine der am meisten unterschätzten Bands der 90er. Besonders im Hinblick auf das Album Semi-Detached, das neben großartigen Reißern wie Lonely, Cryin‘, Only und Church of Noise, den absoluten Underdog Titel The Boy’s Asleep beheimatet, der in meine ewige Liste der derbsten Songs aller Zeiten eingegangen ist.





Nick Zammutos Spoon Box

4 10 2009

Nick Zammuto, eine Hälfte des New Yorker Musikduos The Books, hat eine Spoon Box gebaut:

Dei Konstruktion erklärt er wie folgt:

This will take a little bit of explaining. I built this prototype of the Spoonbox out of wood, plexiglass, zinc plates, measuring spoons, and closeout radioshack parts. It hooks up to a CD player and small amplifier which cause the spoons to dance. There are small speakers behind the spoons that move in response to the sounds on the CD which I carefully composed using low frequency sine waves and kitchen sounds. The speakers, in turn, blow small puffs of air into the spoons which cause them to bounce/vibrate in rhythmic patterns. It really must be seen to be understood, but this video might give you some sense of what it does.

Kennt eigentlich jemand die Books? Wenn nicht würde ich strengstens empfehlen, das in nächster Zeit möglichst zu ändern.
Ich bin damals auf die Debut-Platte „Thought For Food“ gestoßen und hab mich spontan in den Song „Enjoy Your Worries, You May Never Have Them Again“ reinverliebt.

Veröffentlicht haben die Kollegen übrigens bisher bei Tomlab, einem großartigen kleinen deutschen Indie Label, bei dem auch schon Patrick Wolf, Casiotone For The Painfully Alone, die Parenthatical Girls und Final Fantasy veröffentlicht haben. Da würde ich dann auch mal empfehlen vorbei zu schauen.





Empire Of The Sun – Without You

10 09 2009

Hier das nächste bowieske weirdo Video von EOTS.





Was kommt nach dem Copyright?

31 07 2009

yann
Und eine weitere nette Dokumentation über Copyright. Behandelt wird u.a. die Linzer Ars Electronica und deren Kernthematik. Dabei wird maßgeblich auf die Herkunft und Zukunft des Urheberrechts eingegangen, wobei natürlich auch Leute der Gegenseite, wie der backenbärtig beschränkte Herr Müller zu Wort kommen um ihre Inkompetenz unter Beweis zu stellen. Wie gehabt also. Ausserdem geht man auf sonst weniger beachtete Themen, wie genetische Ressourcen ein. Ferner gibt es als kleinen Cliffhanger einen Ausschnitt aus Yann Marussichs Kunstaktion bei der ihm seine Körperflüssigkeiten blau eingefärbt wurden, um sie dann wärend der Aktion nach und nach wieder loszuwerden. Sonst: Musik, Journalismus, Literatur, Plagiate, usw.

Anschauen. Reinhauen.

Vodpod videos no longer available.

more about „doku ” was kommt nach dem copyright”„, posted with vodpod
[via Nerdcore]





The Dead Weather – Treat Me Like Your Mother

14 07 2009

Vodpod videos no longer available.

[via Nerdcore]




Der Juni im Rückblick

2 07 2009

moe_june

Gerade rechtzeitig zu meiner wieder entdeckten Freizeit ist der Rückblick auf den letzten Monat wieder fällig.

moe_viewsZu aller erst möchte ich mich mal bei all meinen Besuchern hier bedanken. Seit dem Relaunch dieser abgespeckten Version von MoE im Februar sind die Statistiken sehr zu meiner angenehmen Überraschung in die Höhe gegangen und das ist natürlich der Motor meiner Motivation. Auch für das viele nette Feedback bin ich äusserst dankbar. Was ich mir noch wünschen würde, wären mehr Comments. Die Blog Statistiken allein helfen mir leider nur begrenzt herauszufinden was Anklang findet und was nicht, ausserdem würde das die Seite ungemein beleben. Also einfach mal her mit eurem Senf.

So, damit kommen wir zum wesentlichen.

„Ihr werdet euch noch wünschen wir wären politikverdrossen“

Selten war Netzpolitik wohl so populär und spannend wie in diesem Jahr. Nicht zuletzt daran zu beobachten, dass sich die Seite Netzpolitik.org an die Spitze der Blog-Rankings vor gearbeitet hat. Klar, es ist und war Wahlkampf und die unqualifizierten Aussagen und leeren Versprechungen seitens der großen Parteien häufen sich massiv. Im Gegenzug fühlt man sich auf der Gegenseite ignoriert und verprellt. Weder die erfolgreiche Petition, noch Expertenmeinungen, Demonstrationen oder Diskussionen haben irgendetwas gegen den geplanten Gesetzesentwurf der Zensursula ausrichten können. Ein klares Zeichen von CDU und SPD: Man schert sich nicht um nahezu eine ganze Generation von Leuten und deren Belange, ignoriert diese vollends. Man suhlt sich geradezu in seinem arroganten Hohn. Das ist der Seelenzustand der Zornigen, so Adorno, denen irgendwelche Trauben zu hoch hängen. Das ist eine geballte Inkompetenz, die sich da über die Jahre manifestiert hat, die Ewiggestrigen postulieren Freiheit und Sicherheit und suggerieren Angst vor Freiheit, die ausschließlich mit Überwachung und Zensur reglementiert werden kann und treten zur gleichen Zeit den Menschen in China und Iran ins Gesicht. Daher meine Anti-Wahlempfehlung: CDU/CSU/SPD. Es kann nicht sein, dass unser Bundestag voll von ignoranten Besswerwissern ist, deren einzige Qualifikation der Erhalt ihrer Position durch leeres Gefasel ist. Ich kann garnicht sagen wie sauer mich diese Menschen machen, deswegen muss ich jetzt auch mal umschwenken, sonst kommen A- und F-Worte.

Die besten musikalischen Großzügigkeiten

Wenigstens musikalisch wurde diesen Monat einiges an Kompetenz geboten.
So gab es z.B. den Housemix für Juni von DJ Stereoslave, der sich herrlich wie aus einem Guss durchhören lässt und in dem ganz zu meinem Entzücken Empire Of The Sun verarbeitet wurde. Auch der neue Pandamix (Teh Panda Is EVIL) aus der letzten Woche geht ordentlich nach vorne und hat’s mir dementsprechend angetan. Was Mixtapes angeht kam aber natürlich der absolute Wahnsinn mit der Veröffentlichung aller BBC Radio1 Essential Mixes von 1993 bis 2007 (895 Stück).

Meine Highlights im Bereich Alben waren die kostenlose Veröffentlichung des Shoeagazer-Debuts von A Place To Bury Strangers bei Bandcamp und der zauberhafte Postrock Release All The Memories, All At Once von Sunlight Ascending, der im übrigen keine Split ist, wie von mir irrtümlich behauptet. Ferner ist das Album jetzt auch in handgefertigter Version im Shop des Labels FutureRecordings erhältlich.

Das Ereignis, das in diesem Monat aber irgendwie alles überschattet hat, war der Tod von Michael Jackson, über den ich hier garnicht wieder viele Worte verlieren möchte, ausser die kleine Bemerkung, dass es mich schon irgendwie getroffen hat und ich mich verneige vor dem wohl größten Showman, Entertainer und Popmusiker unserer Zeit.

Zum Abschluss mein liebstes Musikvideo des Monats (und der Chartstürmer in meinen persönlichen Charts). Dinosaur Jr. mit Over It, für mich eine Hymne an die Coolness der 90er.